Ein buntes Strickstück im Sand am Strand

Episode #5 – #dingsalong

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Inhalt

    1. Vermischtes
    2. Spinnen
      • cable yarn
      • Aktuelle Spinnprojekte
      • Yaks
    3. Stricken
      • Oktoberprojekte
      • #herbstflauschkal
      • Novemberpläne
    4. Aus dem Spektrum
      • Kompensation und Anpassung
    5. Special Interest
      • #dingsalongs
    6. Schlussworte
      • Sonderfolge verschoben
      • Erreichbarkeit

1. Vorgeplänkel

Ich bin nach langer Pause, in der ich nicht soviel Motivation und Lust aufs Podcasten hatte, wieder da. Es ist viel passiert, ich mach jetzt aber erstmal weiter und gucke, ob der Spaß zurück kommt. Freude am wolligen Hobby ist jedenfalls nach wie vor ungebrochen.

Ich liebe den Herbst und Stricken und Spinnen passen auch wunderbar in diese Jahreszeit. Außerdem war ich Ende September an der Ostsee, wir hatten unerwartet schönes Wetter. Das war einerseits toll, andererseits war das Meer dafür ziemlich langweilig.

2. Spinnen

Nachdem ich das Rad etwas vernachlässigt hatte, hab ich es jetzt mal wieder vorgekramt. Ich habe ein cable yarn (s.o.) aus dem Buch „The Spinner’s Book of Yarn Designs“ gesponnen. Das ist ein Garn, das entsteht, wenn man zwei mit Überdrall 2-fach verzwirnte Garne nochmal miteinander verzwirnt. Es war spannend, mir gefällt das Ergebnis. Es ist ein robustes Garn, das sicher viel aushält und auch für Socken gut geeignet ist. Meins wird wahrscheinlich zu Beinstulpen verstrickt.

Ansonsten spinne ich gerade:

Und mein 2. Strang Regenbogensockenwolle ist fertig.

Ich erzähle ein bisschen was über Fasern vom Yak. Yaks heißen wegen ihrer Ausdrucksweise 😉 auch Tibetische Grunzochsen. Ich hab mal ein Video für euch rausgesucht, wo man das hören kann. Die grunzen wirklich ^^ (Die Aufnahme ist nicht so gut, Achtung Windrauschen, aber man hört’s). Außerdem werden sie da gemolken.

Wie man dem Video entnehmen kann, leben Yaks vor allem in der Mongolei und auch in China, ziemlich hoch wo es sehr kalt ist und die Luft dünn. Dort wird auch die Wolle am meisten verarbeitet, bei uns ist das in der Textilindustrie noch nicht so verbreitet, aber kommt in der Stricker_innen und Spinner_innen Welt langsam an. Ich glaube, ich habe im Podcast vergessen zu erzählen, dass nur die weiche Unterwolle der Yaks ausgekämmt wird, während die groben Deckhaare nicht verwendet werden.

Yakwolle ist sehr fein und weich und warm und kurzstapelig. Das heißt, sie spinnt sich am besten im langen Auszug mit viel Drall. Geht am besten supported oder am Spinnrad mit schwachem Einzug. Für Anfänger_innen empfiehlt sich erstmal eine Mischung zu spinnen. Ich hab Yak-Seide Mischungen gesponnen, das ist etwas herausfordernd, weil die Seide so lang und glatt und das Yak so kurz und wuschelig ist. Aber das Ergebnis ist toll.

3. Stricken

Ich habe immer so Phasen, in denen ich viele neue Projekte anfange und dann wieder Zeiten, in denen ich diese Sachen nach und nach fertig stricke. Allerdings mag ich es nicht den Überblick zu verlieren. Also hab ich jetzt mal ausprobiert, mir für einen Monat 3 Sachen als Hauptprojekte vorzunehmen, an denen ich mit Priorität stricken will. Im Oktober waren das:

  • Cross Pockets Cardigan – da bin ich gut vorangekommen, Körper und Taschen fast fertig. Das Muster ist an der Stelle wo die Taschen am Ende mit dem Körper verbunden werden, etwas unverständlich leider.
  • Winterthaw Shawl – ein Langzeit-UFO aus handgespindeltem Yak-Seide Lacegarn, das endlich fertig geworden ist. Vielleicht wandert es auf meine Flohmarktseite. Es war soviel Arbeit, aber ich werde es wohl eher nicht so tragen.
  • Sockhead Hat – ein Geschenk, wurde auch fertig.

Außerdem habe ich an meinem #herbstflauschkal mit Kathi zusammen gestrickt und dabei ist mein Spark of Color nach dem Muster Spark of Grey von Melanie Berg fertig geworden 😀 Kathi arbeitet noch an ihrem. Anfeuerung! 😀

Für November habe ich mir wieder den Cross Pockets Cardigan vorgenommen, ich will so weit kommen wie möglich. Außerdem will ich ein schon recht weit gestricktes Sockenprojekt beenden. Und als 3. hab ich mir vorgenommen viel am #novickel unserem November Wickelknäuel im QueerFeministischen FaserKombinat zu stricken.

4. Aus dem Spektrum

Ich rede darüber, was Kompensation und Anpassung für mich als Autist_in bedeutet. Wieviel es kostet, sich unauffällig zu verhalten oder in Situationen zu begeben, die einen (reizmäßig oder sozial) eigentlich total überfordern, die man aber trotzdem aushalten muss oder will, weil man sonst nicht dabei sein könnte oder Schlimmeres. Weil diese Gesellschaft so behindertenfeindlich ist, dass erkennbar sein immer ein Risiko birgt. Für Gewalt, für nicht ernstgenommen werden,…  Ich gehe auch kurz darauf ein, dass die Fähigkeit für eine gewisse Zeit kompensieren zu können, darum auch Vorteile hat. Die massiven negativen Auswirkungen dauerhafter Überforderung, wie autistisches Burnout und Depressionen, sind für viele erwachsene Autist_innen ein großes Problem. Manchmal fällt es sogar schwer, die durch jahrelangen Anpassungsdruck erzeugten „Anpassungsautomatismen“ wieder loszuwerden.

5. Special Interest

#dingsalong – darüber erzähl ich was. Das ist eine Wortneuschöpfung, angelehnt an die in der Strickszene übliche Formulierung knitalong. Ich erzähle darüber, wie das in der Strickwelt so ist und dann auch allgemein davon, wie gut ich es finde solche Aktionen zu machen. Wo man von zu Hause aus, jede_r für sich und doch gemeinsam, an Projekten arbeitet und sich darüber austauscht. Aktuell ist z.B. gerade der #einpflegealong im qffk. Dabei geht es darum, den eigenen Wollstash auf den aktuellen Stand zu bringen und bei ravelry einzupflegen. Dabei Bilder und Fortschritte und Motivation teilen 🙂

Kathi und ich hatten unseren privaten #herbstflauschkal wo wir zusammen ein Tuch gestrickt haben. Als nächstes steht das #novickel auf der Liste, wo wir unsere November Wickelknäule zusammen verstricken und die Geschenke befreien 🙂

Es gibt aber auch #dingsalongs außerhalb der Strickwelt, nur dass sie da nicht so heißen. Ich erzähle kurz vom Twitter Buchclub, wo gemeinsam (bzw. alle für sich) gelesen (Queer, Diversity, Fandom, Nerd) und darüber getwittert wird. Und da ist unsere imzy community „messy bullet journals„, wo die eigenen Herangehensweisen ans Bulletjournaling vor allem zur Bewältigung des Lebenschaos geteilt werden.

Kennt ihr noch mehr solche Sachen und Aktionen oder fällt euch was ein, was sich auch gut so als gemeinsame Aktion eignen würde?

Für mich sind solche virtuellen Gruppenveranstaltungen ohne Zeitdruck total super. Zur Motivation und auch um in Kontakt zu kommen. Ich kann mich so gut wie garnicht in Gruppen vor Ort bewegen, daher ist sowas für mich sehr wertvoll.

6. Schlussworte

Die Sonderfolge zum Thema Behindertenfeindlichkeit/Ableismus ist nicht vergessen, nur verschoben. Ich brauche gerade eine Pause von persönlich belastenden Themen. Euren Input weiß ich aber nach wie vor zu schätzen!

Ihr erreicht mich auf verschiedenen Wege (siehe linke Spalte im Blog). Außerdem werde ich wohl einen Thread im qffk auf Ravelry eröffnen. Wer also in der Gruppe ist, kann mich auch dort erreichen.

Bis zum nächsten Mal wünsch ich euch einen November mit möglichst viel Licht und schönen Momenten o/

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